Eines von Googles jüngsten Patenten betrifft eine Lösung, um die Nutzerintention aus Mustern in Suchanfragen zu bestimmen. Das bedeutet das Folgende für SEO.
In den letzten Jahren hat sich Google vom keywordbasierten Ranking wegbewegt und nutzt fortschrittliche Algorithmen, um zu bestimmen, was Nutzer wirklich wollen. Anders gesagt: Wonach suchen Nutzer wirklich hinter den Keywords, die sie eingeben? Sucht jemand zum Beispiel nach „Schokoladenkuchen-Rezept“, will diese Person das ganze Rezept, nur eine Zutatenliste oder die richtige Backtemperatur? Ein tieferes Verständnis dafür, was Nutzer wirklich wollen, steht für Google an erster Stelle, daher dieses jüngste Patent.
In diesem Artikel betrachten wir:
- [Eine Vorstellung von Googles Patent für 2021](#about)
- [Die technischen Aspekte hinter dem Patent](#technical)
- [Warum dieses Patent für Marketer wichtig ist](#matter)
Dieses Patent dient einmal mehr als empirischer Beleg dafür, dass Inbound-Marketing schon immer einen visionären Ansatz verfolgt hat. Jede Content-Strategie muss sich um das Erkennen von Suchmustern drehen, und in diesem Artikel erklären wir, warum.
Worum geht es in Googles Patent?
Google definiert sein jüngstes Patent als eine Reihe von Methoden, Systemen und Algorithmen, um die Suchintention aus wiederkehrenden Anfragemustern zu bestimmen. Es stützt sich auf Informationen, die während früherer Nutzersitzungen gesammelt wurden, um ein Profil des Nutzers zu erstellen und zu bestimmen, wonach er am wahrscheinlichsten sucht. Diese Anfragemuster umfassen Informationen wie Sprach- und Standortkennungen, die Googles Algorithmus helfen, relevante Suchergebnisse auszuspielen. Die Methode geht jedoch weiter, indem sie den Kennungen auf Basis der aus früheren Sitzungen gesammelten Daten Konfidenzwerte zuweist.
Die technischen Aspekte hinter dem Patent
Googles Suchalgorithmen zählen bereits zu den ausgeklügeltsten, die je entwickelt wurden, angetrieben von den riesigen Datenmengen, die das Unternehmen sammelt. Hier ein kurzer Überblick, wie der Prozess funktioniert:
- Eine Suchanfrage abrufen und mit einer eindeutigen Session-Kennung versehen
- Suchergebnisse an den Endnutzer ausliefern
- Die Nutzerintention mit der Suchsitzung verknüpfen
- Frühere Sitzungen identifizieren, die die aktuelle Anfrage enthalten
- Bestimmen, welche Ergebnisse gewählt werden und wie oft
- Den Suchintentions-Score des Ergebnisses anpassen
- Die Dokumente ranken und künftige Suchergebnisse entsprechend verfeinern. Das Patent nutzt sowohl client- als auch serverseitige Ressourcen, um die Suchdaten zu verarbeiten. So werden Anfragesignale von der Client-Seite gesendet und durch Googles Indexierungs- und Ranking-Engine, die Rank-Modifier-Engine und den Intent-Identifier geleitet, bevor die Ergebnisse an den Client gesendet werden.
Warum ist das für Marketer wichtig?
Marketingspezialisten ist seit Längerem bewusst, dass sich Google von keywordbasierten Rankingfaktoren hin zu weit fortschrittlicheren Algorithmen bewegt, die die Suchintention bestimmen sollen. Für Suchintention zu optimieren ist im Content-Marketing zwar nichts Neues, doch dieses jüngste Patent deutet auf eine weitere Verfeinerung von Googles Suchergebnissen hin. Das Patent ist das Ergebnis von fast einem Jahrzehnt Forschung und belegt, dass es vor allem darauf ankommt, Ihre Zielnutzer zu kennen. Direkt werblicher Outbound-Content ist für SEO daher nicht mehr relevant.
Aus Sicht des Suchrankings sollte die oberste Priorität die Übereinstimmung mit der Suchintention sein. Letztlich will Google nicht, dass Nutzer von einer Website zur nächsten springen, um die gesuchten Informationen zu finden. Der wichtigste Rankingfaktor ist letztlich, wie lange ein Nutzer auf der Seite bleibt, und das bedeutet, Inhalte zu haben, die die Suchintention direkt bedienen. Google will Nutzer zudem dazu bewegen, mehr Zeit auf den SERPs zu verbringen, indem Anfragen direkt beantwortet werden. Kann Ihr Content das leisten, sollte er in den Bereich der Featured Snippets gelangen, der die Suchintention direkt bedienen soll. Deshalb sollte sich Ihr Content darauf konzentrieren, Anfragemuster zu beantworten, statt auf rein keywordbasierte Optimierung.
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